Donnerstag, 27. September 2007

Almabtrieb "Kiekemma"


Im Tauferer Ahrntal gibt es rund 50 Almen, die auf einer Meereshöhe zwischen 1800m. und 2200m. liegen. Jedes Jahr im Juni brechen die Bauern mit ihren Tieren auf die Alm auf, wo sie den Sommer verbringen. Einige Bauern besitzen noch Almen im benachbarten Österreich (im Zillertal und in Osttirol), und bringen die Tiere über die Jöcher (Krimmler Tauern, Hundskehle, Klammljoch) dorthin.
Die Almwirtschaft ist für die Ahrntaler Bauern insofern bedeutend, als dass sie sich dadurch das auf den Hof erwirtschaftete Futter für den Winter sparen können und somit mehr Tiere halten können. Auch die Tiere profitieren vom Almsommer, werden sie doch durch die vielen Kräuter dort viel resistenter gegen Krankheiten und produzieren eine bessere Milchqualität.
In der Zeit vom Rosenkranzsamstag (erster Samstag im Oktober) bis Allerheiligen treibt man im Tauferer Ahrntal das Vieh von den Almen ("Man fouscht huam"). Am Tag des Abtriebs werden die Tiere auf der Alm besonders gründlich gereinigt und gestriegelt. Dann werden den Tieren die Glocken, und die aus Kräutern, Glas, Perlen, Federn und Bändern bestehenden, kunstvoll hergerichteten Kränze umgehängt. Mit einem "Juuchaza" (Jauchzer) beginnt man dann die Heimfahrt zum bäuerlichen Hof. Beim Abtrieb werden den Zaungästen unterwegs die auf der Alm gebackenen Topfnudeln (fette, gebackene Teigbällchen in zerlassener Butter getränkt) und Schnaps angeboten.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Ich finde es sehr schade, dass heuer kein Almabtrieb-Fest in Rein in Taufers stattfindet! Warum eigentlich?! War für uns letztes Jahr ein tolles Erlebnis!